Sag Marie, oh sag mir, wie?

Lasst mich euch erzählen,
die Geschicht der armen Marie
und lasset mich euch quälen,
euch nicht zu sagen wie.

Die arme Marie, das kleine Mädchen
lebte dereinst in kleinem Städtchen.
Tag aus, Tag ein sie musste Fegen
ein jeden Weg mit ihrem Besen.

Der Armut Gefängnis sie legte in Ketten,
sie nicht lies ruhend den Kopfe betten.
Bis sie hörte aus Landsknecht Munde
eines Drachen Schatzes Kunde.

Sie nichts hatte, zu verlieren im Leben.
Warum nicht nach diesem streben?
Die Höhle, der Hort in der Ferne nicht weit.
Sie machte sich auf, zu allem bereit!

An eines großen Straßen Kreuzung
Sie hörte eine piepsig Stimm,
die dem Munde einer Maus entsprung:
„Höre deine Königin!“

„Ich will dir helfen zu bezwingen Drache,
dass ich werde haben endlich Rache!“
Marie, die meinte: „Warum nicht?
Auch wenn keiner glaubt mir dies Geschicht.“

Die Höhle erreicht und prompt betreten,
blieb nur eines, als zu beten.
Bald darauf schleppten heraus:
Königin und Marie den Schatzes Hauf.

Nun werdet ihr euch fragen:
Was? Warum? Und Wie?
Doch dies soll euch nun Plagen,
zu wissen dies nie!

21.10.2017

Veröffentlicht in

Gar So-nett

Einfach gereimt
ist dies Gedicht,
gehalten schlicht
sodass es scheint,

als ob gar einfach
dies zu schreiben
und zu meinen
es sei gut.

ja dies Sonett
ist ganz nett,
um zu verlieben

in die zunft
der hohen Kunst,
die geschrieben.

18.09.2017

Mann in Schwarz

Finsterer Blick, hoher Kragen,
mit dem will ich nichts zu tun haben…

Breite Krempe, schwarzer Hut,
hier verlässt mich gleich der Mut…

Langer Mantel, dunkler Stoff,
der zieht weiter, ich nur hoff…

Doch, oh Schreck, Er tritt heran,
nun wird mir wirklich angst und bang.

Was will dieser Mann von mir?
Ich hoff es ist nur das Papier.

„Entschuldigung, können sie mir sagen,
wie viel Uhr wir gerade haben?“

Erleichterung erfasst mein Herz.

Die Uhrzeit ist sein einziges Verlangen.
Und ich war schon ums Leben am bangen.

29.06.2012

Des Dichters Zorn

Kunstbanausen allesamt!
Reißt meine Schriften von der Wand.

Die Wahrheit ihr nicht mal erkennt,
wenn sie vor der Nase hängt!

Kunstbanausen allesamt!
Ihr hattet es in eurer Hand.

Zerrissen habt ihr meine Kunst!
Vertan habt ihr meine Gunst.

Drum sei dies hier mein letztes Schreiben,
sollt‘s nicht an der Wand verbleiben!

12.07.2012