Der junge Schattentänzer

Wer tanzt bei Nacht auf den Gräbern herum?
Welch Schatten hält den Tod für dumm?

Es ist der junge Schattentänzer,
Schrecken aller Mittelländer.
Der da ruft die Toten herbei,
der da singt und lacht und tanzt dabei.

Ja, einen neuen Ort hat er gefunden,
wo die Toten nicht gebunden,
da schreitet er zum dunklen Werk,
er den Toten die Ruhe verwehrt.

Es ist der junge Schattentänzer,
Schrecken aller Mittelländer.
Der da ruft die Toten herbei,
der da singt und lacht und tanzt dabei.

Ja, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen,
wird heut Abend der Tod betrogen.
Begleitet von Gesang aus junger Kehle
als ob es gar nichts Schöneres gäbe.

Es ist der junge Schattentänzer,
Schrecken aller Mittelländer.
Der da ruft die Toten herbei,
der da singt und lacht und tanzt dabei.

So erzittert der Boden, die Erden erbeben
als sich aus den Gräbern Gestalten erheben
ja, breites Grinsen das Gesicht verziert
während der Schatten neue Kinder gebiert.

Ist es der junge Schattentänzer,
Schrecken aller Mittelländer.
Der da ruft die Toten herbei,
der da singt und lacht und tanzt dabei?

Ja, es ist der junge Schattentänzer,
Schrecken aller Mittelländer.
Der da ruft die Toten herbei,
der da singt und lacht und tanzt dabei?

27.06.2013

Spiel, Spielmann (Melodie Greensleeve)

Es war dereinst ein Spielesmann,
der bot sich einem König an.
Spielte für ihn von Sieg und Ruhm
und musste dies im Kriege tun.

Refrain:
Spiel, Spielmann, ja Spiel gar fein.
Verzücke des Königs Herzelein.
Spiel, Spielmann, ja Spiel gar fein
und hülle die Wahrheit im Spiele ein.

Doch sah die Wahrheit gar anders aus
und so nahm Schicksal seinen Lauf.
Der König gar jung, ja noch ein Kind
und gegenüber der Wahrheit blind.

[Refrain]

Er hörte nur zu, der lieblich Stimm,
sah in andrem keinen Sinn.
Bis der Feind vor den Toren stand,
des Königs Hoffnung nicht verschwand.

[Refrain]

Im Zorne des Königs letzte Tat,
als sein Feind die Schwelle betrat.
Trennte ab des Spielmanns Händ,
dass niemand mehr die Wahrheit verkennt.

[Refrain]

Oh, Spielmann hast dein Leben verspielt,
der König dein Spiel für Wahrheit hielt.
Dein Fehler, dein Spiel auf ewig verklungen,
sei in diesem Liede besungen.

[Refrain]

Dominik Fröhlich 26.06.2012

Der kleine Magus

Ein junger Magus aus fremder Welt
der durch das Netz der Welten fällt.

Gestrandet, verwirrt und verloren
fühlt er sich zutiefst betrogen,

von der Kunst der sein Leben gewidmet
der Weg in die Heimat vernichtet.

Zu schwach, zu jung
der kleine Magus.
Das Wissen ihm fehlt
und er ist nicht wach.

Zu schwach, zu jung
der kleine Magus.
Das Wissen ihm fehlt
und er ist nicht wach.

Schrecken gesehen, Tod und Verderben
hinterlassen in ihm tiefe Kerben.

Dämonen und gar finstre Mächte
drängen ihn ab vom guten Rechte.

Er muss blicken in den Abgrund hinein,
was er sieht ist wider dem sein.

Zu schwach, zu jung
der kleine Magus.
Das Wissen ihm fehlt
und er fast verloren.

Zu schwach, zu jung
der kleine Magus.
Das Wissen ihm fehlt
und er fast verloren.

Des Schicksals Hand ihm dort gereicht
und er zurück vom Abgrund er weicht .

Sein Drang zum Leben ist nicht gebrochen,
die Flamme in ihm nicht erloschen.

So schlägt ein Funke, die Hoffnung keimt.
Ein neuer Weg gen Heimat sich zeigt.

Zu schwach, zu jung
der kleine Magus.
Das Wissen er hat
doch er noch nicht wach.

Zu schwach, zu jung
der kleine Magus.
Das Wissen er hat
doch er noch nicht wach.

Das Ziel so klar,die Heimat so nah
doch wird er sich eines gewahr.

Er nicht der, der einst gegangen.
Zweifel hält ihn weiter gefangen.

Zu viel gesehen, zu viel erlebt.
Sein Wissen der heimat Grenzen verdreht.

Zu stark, zu jung
der kleine Magus.
Das Wissen er hat
und er nicht mehr schwach.

Was soll er tun, der arme Magus?
Was soll er nur tun, oh in seiner Not?

Musste kämpfen und auch streben
um den Weg in die Heimat zu weben.

Sollte dies alles vergeben
und er wie Argus weiter leben?

Zu stark, zu ratlos
der kleine Magus.
Das Wissen er hat
und er nicht mehr schwach.

Zu stark, allein
der kleine Magus.
Das Wissen er hat
und er nicht mehr schwach.

18.06.2014