Dosenfraß

Wieder nur eine Konserve,
Altes neu, schnell aufgewärmt,
dass bei dürftiger Verkostung
man nur noch für neues schwärmt.

23.08.2018

Verzaubert

Oh, fables Wesen, ganz wunderhaft,
hast es in meinen Kopf geschafft.

Verzauberst dort ein jeden Gedanken
Und brichst dabei all die Schranken,
dass der Traum übersteigt den Schlaf
Weil ich dich heut zum ersten Mal traf.

Oh, fables Wesen, ganz wunderhaft,
was hast du mit meinem Kopf gemacht?

23.08.2018

Abbild des Himmels

Der Weg zu malen was am Himmel leuchtet,
führt tief in die Dunkelheit.
Zu suchen das, was nicht zu malen
als Abbild der Vergangenheit.

23.08.2018

Erster Gruß vom Herbst

Auch wenn die Blätter noch nicht fallen,
auch wenn die Blätter noch nicht bunt,
ist da das Gefühl von Wechsel,
dass sich zieht übers Weltenrund.

Da ist etwas, nicht kalt, nicht warm.
Da ist etwas, nicht materiell.
Und doch du weißt, der Sommer geht,
bald ist es schon ganz offiziell.

26.08.2018

Rote Schande

Der Rote stand fernab der Schlacht
da fragt man sich, was er dort macht.
Ein Kaffeekränzchen hielt er dort,
fernab von jenem Schlachtenort.

Händchen hielt mit Grün und Grau,
bei ihrer eitlen Heeresschau.
Ja, weit entfernt das Metzeln war,
die Sicht war hell, die Sicht war klar.

So kam’s, dass auch ein jeder sah,
wie mutig heut der Rote war.
Blitzblank sein Banner im Winde weht,
erzürnt die Shona zu ihm geht.

„Die Ehre dein kann ich nicht sehn,
solltest bei deinen Truppen stehen!“
So rief die Maid dem Roten zu,
doch er nahm es mit aller Ruh.

Aufgeben will die Shona nicht,
erinnert ihn an seine Pflicht.
Mit Gold im Herz und Schmähgesang
trieb sie ihn zur Handlung an.

„Da bleicht ja gleich dein Banner aus!
Für diese Tatkraft spend ich Applaus.
Was stehst du hier so feig herum?
Warum bleibt deine Kehle stumm?“

Oh Wunder, oh Wunder, der Rote ging.
Ob er wohl floh vor lieblich Stimm?
So schritt er doch der Schlacht entgegen
und gab dieser seinen Segen.

Die Moral von der Geschicht
Der Goldne kämpft, der Rote nicht.

13.08.2017

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