Minnebrief – Strophe I

Oh Holde Maid, mein schreiben treibt, im Sinne ob der Liebe
wo diese doch so ungereift ich mich daran verliere.
Mein Herz erfüllt geschrieben Zeilen,
in Hoffnung dieses Glück zu teilen.

26.01.2019

Ausgerissen…

Kleine Blume im weißen Schnee,
ich hoff‘ es tut dir nicht mehr weh.

Ausgerissen, ausgegraben,
obendrein noch fortgetragen.

Umgepflanzt und nicht gegossen,
bist du doch erneut gesprossen.

Größer, stärker, neu gewachsen,
trotz an’drem Umfeld und den Lasten.

Zutiefst verletzt, das hab ich dich.
Doch meine Absicht war dies nicht.

Entführt an diesen fremden Ort
wendest du dich von mir fort.

Verständlich dies, da grobe Hand,
führte dich in fernes Land

der Sonne zu, dein Kopf sich wendet,
mir zeigt, dass Mühen nicht verschwendet.

10.03.2013

Viel zu Heiter?

Mir geht’s zu gut,
ich kann nicht schreiben.
So ganz ohne Wut
und ohne Wehleiden.

Was soll ich bloß tun?
So geht das nicht weiter!
Muss meine Feder ruh’n,
Wenn ich viel zu heiter?

Moment einmal, wieso immer Schmerz?
Schau die Natur, öffne dein Herz!
Schreib ob der Heiterkeit,
bist doch von allem Leid befreit!

31.12.2018

Gotteshaus

Großes Haus, altes Haus, Haus voll Tradition.
Haus voll Glaube, Haus voll Gesang ganz und gar ohne Sohn.

Eine Tochter wäre nicht erwünscht,
so muss es ewig bleiben.
Das Alter alles übertyncht,
gefolgt von ewig schweigen.

Oh Haus voll Glaube, Haus voll Hoffnung
bist dem Untergang geweiht.
Der Weg zur Erlösung nur zu finden
wenn du gehst mit der Zeit.

13.12.2018

 

Kaufe!

Umgeben von Mauern, die vollgestellt
mit allem was dem Mensch gefällt.

Ob Nahrung, Spielzeug, jed Artikel,
kaufe, kaufe, schnell geschwind!
Ist des Grundes Lebens Mittel
verloren in Konsums Labyrinth.

Nicht nur ein Apfel hier verlockt,
denn hier wird ständig aufgestockt.
Wo kommt denn das bloß alles her?
Frage nicht, kaufe, kaufe mehr!

15.11.2018