Mann in Schwarz

Finsterer Blick, hoher Kragen,
mit dem will ich nichts zu tun haben…

Breite Krempe, schwarzer Hut,
hier verlässt mich gleich der Mut…

Langer Mantel, dunkler Stoff,
der zieht weiter, ich nur hoff…

Doch, oh Schreck, Er tritt heran,
nun wird mir wirklich angst und bang.

Was will dieser Mann von mir?
Ich hoff es ist nur das Papier.

„Entschuldigung, können sie mir sagen,
wie viel Uhr wir gerade haben?“

Erleichterung erfasst mein Herz.

Die Uhrzeit ist sein einziges Verlangen.
Und ich war schon ums Leben am bangen.

29.06.2012

Share on FacebookTweet about this on Twitter

Des Dichters Zorn

Kunstbanausen allesamt!
Reißt meine Schriften von der Wand.

Die Wahrheit ihr nicht mal erkennt,
wenn sie vor der Nase hängt!

Kunstbanausen allesamt!
Ihr hattet es in eurer Hand.

Zerrissen habt ihr meine Kunst!
Vertan habt ihr meine Gunst.

Drum sei dies hier mein letztes Schreiben,
sollt‘s nicht an der Wand verbleiben!

12.07.2012

Share on FacebookTweet about this on Twitter

In der Zeit

Alles scheint von Nebel verschleiert,
das Wechselspiel mit Schatten und Licht.
Ein immer neuer Scheme geiert,
so es sich entzieht die eigene Sicht.

Alles scheint sich zu bewegen,
fallend Sand von oben herab.
Sich immer neue Berge ergeben,
stetiges Auf und stetiges Ab.

Alles scheint im Fluss zu fließen,
voran es geht durch lenkend Tal.
Immer neue Blumen sprießen,
auch wenn es gibt doch keine Wahl.

04.09.2017

Share on FacebookTweet about this on Twitter

Manegement

Management liegt nah der Manege,
auch hier macht man sich lächerlich.
Es bräuchte auch hier ein Gehege,
denn diese Clowns sind gefährlich.

22.08.2017

Share on FacebookTweet about this on Twitter

Spiel, Spielmann (Melodie Greensleeve)

Es war dereinst ein Spielesmann,
der bot sich einem König an.
Spielte für ihn von Sieg und Ruhm
und musste dies im Kriege tun.

Refrain:
Spiel, Spielmann, ja Spiel gar fein.
Verzücke des Königs Herzelein.
Spiel, Spielmann, ja Spiel gar fein
und hülle die Wahrheit im Spiele ein.

Doch sah die Wahrheit gar anders aus
und so nahm Schicksal seinen Lauf.
Der König gar jung, ja noch ein Kind
und gegenüber der Wahrheit blind.

[Refrain]

Er hörte nur zu, der lieblich Stimm,
sah in andrem keinen Sinn.
Bis der Feind vor den Toren stand,
des Königs Hoffnung nicht verschwand.

[Refrain]

Im Zorne des Königs letzte Tat,
als sein Feind die Schwelle betrat.
Trennte ab des Spielmanns Händ,
dass niemand mehr die Wahrheit verkennt.

[Refrain]

Oh, Spielmann hast dein Leben verspielt,
der König dein Spiel für Wahrheit hielt.
Dein Fehler, dein Spiel auf ewig verklungen,
sei in diesem Liede besungen.

[Refrain]

Dominik Fröhlich 26.06.2012

Share on FacebookTweet about this on Twitter